So gelingt das Epilieren perfekt

Viele entfernen ihre Körperhaare nur oberflächlich; rasieren die Haare oder nutzen eine Enthaarungscreme. Wer sich länger haarfreie Haut wünscht, greift zur Epilation. Die Haut bleibt durch das Epilieren, d.h. das Ausreißen der Härchen, länger glatt, weil die Haarfollikel erst wieder eine neue Haarwurzel und den Haarschaft ausbilden müssen. Viele fürchten sich aber vor dem Epilationsschmerz oder Hautirritationen. Doch mit einigen Tricks lassen sich die Schmerzen reduzieren und Pickelchen nach dem Epilieren wirksam vermeiden.

Warum die Furcht vor Schmerzen nicht begründet ist

Da beim Epilieren das Haar an der Wurzel entfernt wird, ist es natürlich, dass manche dabei ein Unbehagen verspüren. Gerade die erste Anwendung erscheint vielen etwas schmerzhaft. Dies liegt daran, dass beim ersten Epilieren viele Haare entfernt werden müssen und die betroffenen Hautpartien nicht an das Herausreißen der Haare gewöhnt sind. Mit der Zeit lassen die Beschwerden zunehmend nach. Die Haare haben unterschiedliche Wachstumsphasen; sie wachsen unterschiedlich schnell nach. Beim nächsten Epilieren müssen weniger Haare entfernt werden, weil ein Teil der Härchen noch nicht nachgewachsen ist. Die Haut gewöhnt sich an die Behandlung. Das Schmerzempfinden reduziert sich bei jedem Epilieren. Einer der wichtigsten Tipps zum Epilieren lautet daher, die Haare regelmäßig zu entfernen, um diesen positiven Gewöhnungseffekt zu nutzen. Man sollte sich nicht von den Schwierigkeiten des ersten Versuchs abschrecken lassen.

Wie die Schmerzen noch geringer werden

Der Schmerz steht in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der entfernten Haare. Wer ein Pinzettensystem, das weniger Pinzetten pro Reihe besitzt, verwendet, reduziert die Zahl der mit einer Anwendung ausgerissenen Haare und damit die Schmerzen. Mit einer leichten Massage der Haut vermindert sich der Schmerz zusätzlich. Ideal ist es, die Haut vor und nach dem Zupfen zu stimulieren. Einige Epiliergeräte besitzen dafür kleine Rollen und Wellen. Alternativ kann der Bereich auch kurz mit den Fingern etwas massiert werden. Ein dritter Faktor bei der Schmerzreduktion ist die Länge der Haare. Bei einer Länge von 2 bis maximal 5 mm ist das Schmerzempfinden am geringsten. Diese Länge kann durch vorheriges Trimmen erreicht werden. Dazu bieten manche Geräte einen Trimmeraufsatz. Ebenso kann man die Haare eine Woche vor dem Epilieren rasieren.

Hautirritationen vermindern

Das Epilieren verursacht gewisse Reizungen der Haut, die jedoch bei allen Methoden der Haarentfernung entstehen. Die Neigung, Hautirritationen zu zeigen, ist individuell unterschiedlich ausgeprägt. Bei manchen entstehen schnell Pickelchen oder Rötungen, bei anderen nicht. Hierbei ist es hilfreich, die Haut vor dem Epilieren zu kühlen. Die Haut sollte dafür mindestens 30 Sekunden gekühlt werden. Geeignet sind beispielsweise Kühlkissen oder Kühlhandschuhe. Die Haut muss vorher frei von Fetten und Ölen sein. Als Vorbereitung für das Epilieren ist daher ein Körperpeeling oder die Anwendung eines Massagehandschuhes sinnvoll. Dies trägt auch dazu bei, dass eingewachsene Haare durch die Haut dringen und entfernt werden können. Nach dem anschließenden Duschen oder Baden lassen sich Haare leichter entfernen, denn das Wasser macht die Haut weicher. Weil erwärmte Haut auch empfindlicher ist, ist es hilfreich, die Hautareale nochmals kalt abzubrausen. Danach ist ein sorgfältiges Abtrocknen wichtig. Wer sich lieber in der Badewanne epilieren möchte, der kann eine andere Variante ausprobieren: die Haarentfernung unter Wasser. Dazu hält man die zu epilierende Körperstelle komplett unter Wasser. Die Härchen werden sich im Wasser aufrichten, sodass sie leichter entfernt werden können.

Was nach dem Epilieren hilft

Nach dem Epilieren beruhigt eine Feuchtigkeitslotion die Haut. Bei empfindlicher Haut sollte dies eine Lotion für Allergiker sein, die kein Parfum enthält. Besonders geeignet sind Produkte mit Aloe Vera und Kamille. Auch eine After-Sun-Lotion kann angewendet werden, denn in dieser sind zahlreiche kühlende sowie schmerzlinderne Stoffe enthalten. Bei sehr starken Rötungen hilft Zinksalbe weiter. Diese lindert Juckreiz und beruhigt de Haut schnell. Als natürlicher Hilfsstoff hat sich Quark bewährt. Dieser sollte vorher in den Kühlschrank gestellt werden und dann als Maske auf die betroffenen Areale aufgetragen werden. Der kühle Quark lindert Entzündungen und Hautreizungen. Der Quark trocknet dann ein und kann nach ca. 20 Minuten sanft mit Wasser entfernt werden. Eine Mischung aus Zitronensaft und Salz hilft, dass die Haare nur langsam nachwachsen. Die Mischung trägt man nach dem Epilieren auf die Haut auf. Wichtig ist hierbei aber, dass Reizungen erst abgeklungen sein sollten, denn der Zitronensaft verstärkt sonst bestehende Rötungen.

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